Was ist eigentlich mit den Semesterbeiträgen?

Folgende Frage wurde uns seit Beginn des Semesters häufig gestellt: Können finanziell angeschlagene Studierende die Semesterbeiträge zurückbekommen oder kann es eine allgemeine Rückerstattung für alle geben?
Das finden wir an sich eine gute Idee. Die Antwort auf die Frage ist allerdings leider so komplex wie unzufriedenstellend.

Grundsätzliches

Eine generelle Rückerstattung von Semesterbeiträgen verursacht einen enormen Verwaltungsaufwand und es ist unklar, ob an das logistisch überhaupt machbar wäre. In jedem Fall würden wir als AStA stattdessen lieber die Beiträge für das kommende Semester anpassen. Dass das nicht ganz gerecht ist für die Leute, die die Uni verlassen, ist uns klar. Leider sehen wir aktuell keine andere Möglichkeit.

Die Semesterbeiträge, die wir erheben sind Solidarbeiträge, es besteht also ein Zwang, die Beiträge zu zahlen. Nur dadurch, dass jede*r den Beitrag zahlt, wird es insgesamt günstiger für alle. Aufgrund dieses Prinzips ist eine Rückerstattung der Beiträge absichtlich nur bei bestimmten Fällen vorgesehen.

Viele Beiträge können noch rückwirkend erstattet werden, wenn ein Urlaubssemester beantragt wurde. Die Rückerstattung der Semestertickets ist darüber hinaus nur möglich, wenn sich der*die betreffende Studierende nachweislich 120 zusammenhängende Tage nicht im Geltungsbereich aufhält. Mehr Infos stehen auf der Seite des I-Amts

Semesterbeiträge, die der AStA erhebt

  1. Das VRB-Semesterticket (ÖPNV Braunschweig) wird vermutlich noch von einigen genutzt, das Angebot seitens des VRB ist da. Solange der Verkehr nicht eingestellt wird, ist eine Rückerstattung gerade nicht realistisch.
  1. Im Vertrag zum landesweiten Semesterticket sind bereits Preisentwicklungen über mehrere Jahre geregelt. Sollte das Angebot dieses Semester weniger genutzt werden, bleibt der Preis in den Folgesemestern stabil anstatt kontinuierlich anzusteigen. Dennoch: Eine teilweise Rückerstattung des landesweiten Semestertickets wurde in der VLAK (dem Treffen aller Semesterticket-Referent*innen aller AStAs in Niedersachsen/Bremen) besprochen und im Gespräch mit der NITAG (Niedersachsentarif GmbH) thematisiert. Dabei gibt es allerdings noch zwei große Problemfelder:
  • Die NITAG kann nur bedingt für ihre Mitglieder (also die verschiedenen Verkehrsverbünde) sprechen. Die einzelnen Verkehrsbetriebe könnten das Vorhaben auch ablehnen.
  • Am Landesweiten Semesterticket beteiligen sich sehr viele Studierendenschaften mit jeweils unterschiedlichen hochschulinternen Regeln. An einigen Hochschulen stehen die Beiträge für das nächste Semester schon lange fest.
  1. Die AStA-Beiträge sind zur Erfüllung unserer Aufgaben unbedingt notwenig, wir besitzen keine anderen Einnahmen. Die Beiträge werden trotzdem zum Wintersemester verringert, da der AStA noch Überschüsse aus dem letzten Jahr hat.
  1. Beim Kultursemesterticket lohnt sich der Aufwand einer Rückerstattung nicht wirklich. Es handelt sich lediglich um 2€ pro Studierende*r und Semester. Die Theater haben anscheinend auch wieder geöffnet.

Semesterbeiträge, auf die wir keinen Einfluss haben

  1. Die allgemeine Verwaltungsgebühr wird vom Land erhoben. Sollte die gekürzt oder rückerstattet werden, müsste das Land den Etat der Hochschulen mit Steuermitteln aufstocken. Das erscheint aktuell sehr unrealistisch. Der Etat der Hochschulen wurde gerade erst gekürzt
  1. Der Studentenwerksbeitrag wird für die Arbeit der Studentenwerke aktuell dringend benötigt. Andere Einnahmen (Miete aus Wohnheimen, Mensaeinnnahmen) sind drastisch zurück gegangen. Die finanzielle Situation der Studierendenwerke in Niedersachsen war bereits vor der Krise problematisch.  Auch hier muss das Land oder der Bund dringend mehr Geld zur Verfügung stellen.
  2. Langzeitstudiengebühren können durch einen Härtefallantrag (siehe unsere letzten beiden Blogposts) vermieden werden. Den Antrag stellt ihr entweder per Post oder Mail beim Immatrikulationsamt. Die Musteranträge der LAK werden von den meisten Unis jedoch nicht mehr akzeptiert. Stattdessen sollt ihr individuell eure persönlichen Umstände darlegen und erklären, weshalb euch wegen der Coronapandemie in diesem Semester „unbillige Härte“ widerfahren ist.

Härtefallantrag Sommersemester 2020

28.07.2020: Bitte beachtet unser Juli-Update zum Härtefallantrag. Einige Inhalte dieses Beitrags sind mittlerweile veraltet.

Das erste digitale Sommersemester ist für dich durch die Covid-19 Pandemie nur bedingt studierbar?
Als Lösung für dieses Problem nennt die Bundesregierung die Möglichkeit einen Härtefallantrag zu stellen.

Die LAK (Landes ASten Konferenz) hat uns allen einen solchen Antrag vorformuliert. Wenn einer der aufgeführten Punkte auf dich zutrifft, bist du definitiv berechtigt, diesen Antrag zu stellen. Du findest ihn hier http://www.lak-niedersachsen.de/wp-content/uploads/2020/05/Härtefallantrag-der-LAK.pdf

Ausfüllen, unterschreiben und an das Immatrikulationsamt der HBK Braunschweig adressiert in den Briefkasten werfen. Der befindet sich vor dem kleinen Parkplatz zum Verwaltungsgebäude, ein wahrliches Kunstwerk aus der analogen Steinzeit und einen Besuch wert, by the way. (Wenn nötig geht die Antragstellung auch per Mail von deiner offiziellen Adresse „Du“@hbk-bs.de)
Du ersparst dir dadurch, dass dieses Semester auf die Regelstudienzeit deines Studienguthabens angerechnet wird.

Im besten Fall bestimmt die niedersächsische Landesregierung ein Solidarsemester für alle (https://solidarsemester.de/). 
Im schlechtesten Fall müssen die Hochschulen alle Anträge einzeln prüfen. In jedem Fall kannst du diese Möglichkeit nutzen, auch um zu zeigen, dass viel mehr Studierende betroffen sind, als von der Landesregierung angenommen. 
Scheu dich nicht einen Antrag auszufüllen (Name, Studienfach, Matrikelnummer und Unterschrift) – hoffentlich wird so das Ausmaß der Notlage für die politischen Entscheidungsträger*innen sichtbar.

Falls du noch fragen hast, gibt’s hier die FAQs:

Warum sollte ich einen Antrag stellen?
Bei einem bewilligten Antrag wird das aktuelle Semester nicht auf dein Studienguthaben angerechnet. Das heißt, dass du ein Semester mehr hast, bevor du Langzeitstudiengebühren (500 Euro zusätzlich!) zahlen musst. 

Was ist, wenn ich bereits Langzeitgebühren zahle?
Solltest du schon Langzeitgebühren zahlen, könntest du bei einem bewilligten Antrag auch das Recht auf eine Rückerstattung dieser bekommen!

Kann ich trotz Antrag Prüfungen absolvieren? 
Ja es ist möglich Prüfungen zu absolvieren, da dieser Antrag sich ausschließlich auf das Studienguthaben bezieht und du nicht beurlaubt bist.

Hat der Antrag irgendwelche Nachteile? 
Nein

Erhalte ich durch einen bewilligten Antrag automatisch länger Bafög?
Da sich der Antrag nur auf das Studienguthaben auswirkt, nicht direkt. Falls sich dein Studium jedoch Coronabedingt verzögern sollte, kannst du dies dem Bafög mitteilen und es wird im Einzelfall entschieden, ob eine Verlängerung der Förderung bewilligt wird. Hier kann ein bewilligter Antrag sicher unterstützend wirken.

Wo muss ich den Antrag abgeben?
Der Antrag muss bei deinem zuständigen Immatrikulationsamt abgegeben werden. Viele Immatrikulationsämter akzeptieren auch einen Antrag per Mail. Achte jedoch darauf, dass dieser in jedem Fall unterschrieben ist!

Wenn du noch mehr Informationen möchstest, die Seite der LAK ist hier zu finden:
https://www.lak-niedersachsen.de/2020/05/aufruf-zum-haertefallantrag-zur-nichtanrechnung-des-sommersemester2020/

Du hast noch andere Fragen zum Online Studium allgemein in diesem Semester?
Dann check die Corona Info Page der HBK: https://www.hbk-bs.de/aktuell/corona/

Studierendenvertretung während der Coronakrise

Update 11.05. Das neue StuPa ist zusammengetreten und hat einen Vorstand gewählt. Regelmäßige StuPa-Sitzungen finden als Videokonferenz statt.

Update 20.04.: Das neue StuPa konstituiert sich voraussichtlich nächste Woche.

Update 06.04.: Der AStA macht ab sofort Telefonsprechstunde. Schickt uns eure Nummer einfach per Mail und wir rufen euch zurück.

— English version below —

Die Hochschule für Bildende Künste ist seit dieser Woche nur noch für Hochschulangehörige zugänglich. Ab Donnerstag, 19.03., 17:00 Uhr wird die Hochschule bis frühestens 20.04. vollständig geschlossen bleiben. Das alles hat leider auch Auswirkungen auf die Organe der Studierendenschaft. 

AStA

Unsere regelmäßigen Sitzungen können in der Hochschule nicht mehr stattfinden und regelmäßige Sprechstunden werden vorerst ausgesetzt. Wenn ihr eine Sprechstunde möchtet, schreibt uns bitte eine Mail mit einer Telefonnummer, unter der wir euch erreichen können und wir rufen euch zurück. Wir sind bis auf Weiteres vermutlich weder postalisch noch telefonisch unter unserer Festnetznummer erreichbar. Trotzdem sind wir natürlich weiter für euch da. Anfragen per Mail an asta@hbk-bs.de werden wie gewohnt beantwortet.

Wir sammeln auch Fragen/Anregungen bezüglich der aktuellen Situation, besonders wenn dadurch für euch Probleme im Studienverlauf entstehen (Prüfungstermine, BAFöG, Rückmeldung, Urlaubssemester, etc.), damit wir diese Themen mit der Hochschulleitung oder in der LandesAStenKonferenz besprechen können.

StuPa

Die Amtszeit des StuPa endete mit Ablauf des Wintersemesters. Das StuPa hat ist nun zusammen getreten. Die regelmäßigen Sitzungen finden ab sofort per Videokonferenz statt. Weitere Infos zum StuPa findet ihr hier.


— English version —

Beginning this week access to the university is restricted to members of the university. Beginning Thursday, March 19th,  at 5 p.m. the university will be closed completely until April 20th at the earliest. All of this, sadly, also has effects on the institutions of the student body.

AStA (General Students‘ Committee)

Our regular meetings can’t take place at the university and our office hours don’t apply for the time being. If you want to talk to us, please send us an e-mail with your phone number and someone will call you back. We probably won’t be able to receive any physical mail or phone calls via our landline number. Of course we are still there for you. Requests via e-mail (asta@hbk-bs.de) will be answered as usual.

We also collect questions/feedback regarding the current situation. Especially when you expect problems during your course of study (examination dates, BAFöG, Rückmeldung, Urlaubssemester, etc.). We would like to discuss these topics with the executive board of the university as well as the student’s representatives conference of Lower Saxony (LAK).

StuPa (Student Parliament)

The StuPa’s term of office ended at the end of the winter semester. The new StuPa has been assembled and has elected a directorate. Its regular sessions will be held as video conferences from now on. More information on the StuPa can be found here.

Students for Future HBK übergeben Forderungen an Hochschulleitung

Die zuvor durch die Studierendenschaft der HBK auf einer Vollversammlung beschlossenen Klimaschutzziele wurden am 16. Dezember an die Hochschulleitung der HBK Braunschweig übergeben.

Der hauptberufliche Vizepräsident Rainer Heuer übernahm diesen Montag stellvertretend für das Präsidium die Forderungen der Studierendenschaft.

Sechs Studierende der Students for Future Braunschweig sprachen mit Herrn Heuer in einem einstündigen Treffen über mögliche Wege, die geforderten Klimaschutzziele zu realisieren. Die Gesprächsatmosphäre wurde von den Teilnehmenden als positiv und konstruktiv wahrgenommen.

Mitte Februar soll es ein erstes hochschulöffentliches Projekttreffen geben, an dem Lehrende, Studierende und Mitarbeiter*innen der HBK teilnehmen können. Ziel des Treffens wird sein, innerhalb der HBK eine geeignete Organisationsstruktur zu finden, die eine kontinuierliche Arbeit hin zu einer klimaneutralen Hochschule ermöglicht.

Erklärung der Vielen – Glänzen statt ausgrenzen

Das StuPa und der AStA der HBK BS sprechen sich geschlossen dafür aus, sich an den Gegenprotesten 29.11. / 30.11. / 01.12.2019 zum AFD-Parteitag in der VW-Halle in Braunschweig zu beteiligen und haben sich nun der „Erklärung der Vielen“ angeschlossen.

Diese Erklärung (s.u.) spricht sich stark für einen Zusammenschluss von Kunst- und Kulturschaffenden gegen die im AfD-Partei-Programm vorgesehenen Einschränkungen der Finanzierung und Unterstützung von freien und diversen künstlerischen / kulturellen Projekten / Institutionen aus. Auch die HBK würde in ihrer Form, wie sie jetzt ist, nicht weiter bestehen!

Weitere Infos & nützliche LINKS zu den diversen bereits geplanten Veranstaltungen findet ihr Infos auf